- Dirk Stieber
- Coach (BM), Mediatior (BM), Erzieher, Sozialtherapeut (IBW)
- "Es gibt viel zu viele Menschen, die sagen, was ist! Wir könnten mehr gebrauchen, die sagen, was sein könnte!"
"Es ist zu spät etwas verändern zu wollen, was geschehen ist, aber nicht zu spät sich daran zu erinnern."
Der Vater hatte massive Probleme, wofür andere die Schuld trugen. Die Mutter wusste von den Konflikten, die aber immer nur die anderen betrafen. Und zu allem Übel: Bloß nicht darüber reden! Ich selbst nahm das alles stets anders wahr, wusste nie, was richtig war, was stimmte. Ich glaube, diese Zeit nannte man damals Jugend.
Hin und her gerissen nahm ich meine Situation zum Anlass mich mit dem Phänomen Konflikte näher zu beschäftigen, anstatt daran zu verzweifeln. Und mir fiel auf, dass - egal wo ich auch hinschaute - Konflikte als übergreifendes Phänomen auftraten. Probleme, Streitereien, Auseinandersetzungen bis hin zu Kriegen, in allen Lebensbereichen, in allen Kulturen .
Auch, dass sie stets im Kontext des menschlichen Miteinander und auch im Beziehungszusammenhang standen. Unzufriedenheit auf allen Ebenen musste ich immer wieder feststellen, wenn es um Lösungen und Klärungsversuche ging. Ja, das erinnerte mich an mich selbst.
Was hatte das zu bedeuten? So fand ich meinen Anfang: In Fragen zu denken, weil es keine wirklichen Antworten gab und die wenigen Antworten nicht zufriedenstellend waren. Das Glücksgefühl, das mich bei dieser Erkenntnis berührte, beflügelte mich weiter zu machen, nicht aufzugeben. Und so nahm ich die Möglichkeiten, die mein eigener Konflikt mir bot wahr und die Chancen daraus wuchsen von alleine.
Konflikte gehören zum Leben! Aber warum?
Die Ergebnisse der Lösungen hinterlassen häufig Unzufriedenheit! Aber wieso?
Neben der Erkenntniss das es Lösungen gab, musste ich feststellen, dass wir die Lösungen oder Klärungen an Dritte abgaben, die dann wiederum nur Gewinner und/oder Verlierer hervor brachten. Ich verstand mehr und mehr zu begreifen, wieso wir nicht mehr in der Lage sind unsere Probleme zu regeln!
Aber konnte das alles sein? Ich fasste das Bisherige zusammen.
Zusammen - das war die Lösung des Rätsels.
Und da spürte ich sie, diese Gelassenheit, die nunmehr mein Rüstzeug wurde.
• Konflikt sind da, um gelöst zu werden.
• Kommunikationsmängel verursachen die Konfliktgestaltung und verhindern die Klärung.
• Dritte, die nötig sind müssen das Ziel haben, Zufriedenheit als Ergebnis zu erreichen.
Dennoch fehlte mir etwas. Aber was?
So nahm ich mir die Zeit Fragen zu stellen und wie so oft kam alles wie von selbst, die Zeit hat ihr Übriges getan:
Wenn schon Dritte ihre Unterstützung bieten, darf dies nicht in Form von fertigen Lösungen sein. Sie müssen vielmehr die Motivation anregen, den Konflikt selbst zu regeln (Selbstverantwortung). Für unser Handeln und Verhalten müssen wir lernen, Entscheidungen verantwortlich zu treffen und dazu zu stehen.
Nun ja, genug zu meiner Person, meine berufliche Wahl und meine Bereitschaft mich ständig entwickeln zu wollen, sind nun mal Ergebnis dessen, was meine Eltern mir auf meinem Weg gaben. Danke dafür! Als Konsequenz dessen bin ich seit dem 04.11.2001 voll ausgebildeter Mediator und Konfliktcoach. Zudem habe ich das sozialtherapeutische Studium beim IBW (Institut für berufliche Weiterbildung) erfolgreich abgeschlossen.
Wenn du Angst vorm Wachsen hast, wächst in dir die Angst.
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