Scheidung/Trennung (Unternehmen)


Wir sind insbesondere darauf spezialisiert, bei Scheidungen innerhalb der Unternehmensleitung oder der Inhaber, sowie bei Tod und der daraus resultierender Erbschaft außergerichtliche Klärungen herbei zu führen und einvernehmlich im Interesse des Unternehmens gezielt zu bearbeiten. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass eigenständig erarbeitete Lösungen gegenüber juristischen Regelungen, tragfähiger sind und gerne eingehalten werden. 

Sie sparen Zeit, Geld und Nerven während der Klärungsphasen, und können sich während des Klärungsprozesses weiterhin auf das Wesentliche konzentrieren - nämlich Ihr Unternehmen.

Unterscheidung von Unternehmenskonflikten


1. Konflikte mit Innenwirkung:


a) zwischen den MitarbeiterInnen
Konflikte unter MitarbeiterInnen enden nicht selten in Mobbing oder Intrigen. Hier kommen Unzufriedenheit, Ablehnung und Konkurrenzängste zum Ausdruck, ohne dass diese Form der Konfrontation und Anfeindung offen ersichtlich ist. Die Konsequenz dessen ist nicht selten der Verlust qualitativ hochwertiger MitarbeiterInnen, die nicht mehr bereit sind, sich diesem Druck zu stellen bzw. nicht mehr fähig sind, ihn auszuhalten.

b) zwischen Leitung/Führung und Belegschaft
Hier führen Konflikte oft zu einem Streit, der nicht selten vor dem Arbeitsgericht endet. Die Folgen sind Kündigung, Schadensersatz und dergleichen. Hinzu kann eine Rufschädigung kommen, da derartige Auseinandersetzungen schnell an die Öffentlichkeit gelangen. Das kann potentielle, qualitativ hochwertige Bewerber abschrecken, so dass das Unternehmen einen erheblichen Aufwand betreiben muss, um neue qualifizierte MitarbeiterInnen anzuwerben und einzuarbeiten.

Der Anspruch der Mediation ist es, in Erscheinung zu treten, ehe es zu derartigen Entwicklungen kommt.

Somit ist Mediation auch eine Präventivmaßnahme und versucht, allen Beteiligten frühzeitig gleichwertigen Raum für ihre Interessen zu geben. Mit ihrer Hilfe soll erreicht werden, dass die einzelnen Positionen benannt werden können und sich somit ein Bild der Konflikthintergründe abzeichnet. Dadurch, dass jede Position als wichtig und berücksichtigungswert erlebt wird und aufgrund der Tatsache, dass jeder an der Lösung persönlich mitgewirkt hat, stellen sich Zufriedenheit und Tatendrang ein, was bei gerichtlicher Auseinandersetzung nicht möglich wäre.

Mediation wirkt unterstützend, gibt aber keine Lösungswege vor. Sie versucht den neutralen Blickwinkel auf die Problematiken zurück zu holen, der den Betroffenen allzu oft verloren geht.

Das ausgehandelte Ergebnis wird in einem Vertrag festgehalten, der für alle Parteien verbindlich ist und der die Qualität in sich birgt, tragfähig für alle Beteiligten zu sein, ohne das Gefühl der Benachteiligung.



2. Konflikte mit Außenwirkung:


a) Unternehmen vs. Kunde
b) Kunde vs. Unternehmen
c) Unternehmen vs. Unternehmen


Konflikte dieser unterschiedlichen Formen werden in der Regel gerichtlich geregelt, was selten beide Seiten zufrieden stellt. Gerichtliche Entscheidungen bringen mit hoher Wahrscheinlichkeit Folgekonflikte mit sich und sorgen für einen langen Zeitraum für Unruhe.

Statistisch betrachtet wenden Unternehmen in Deutschland jährlich Rechtskosten in Höhe von 2.000 – 3.000 Euro auf. Hinzu kommt die zeitliche Belastung, die mit Gerichtsverfahren einhergeht. Bis zum abschließenden Verhandlungstag verstreichen durchschnittlich 10 bis 18 Monate, mit allen juristischen Folgemöglichkeiten können bis zu zwei Jahre vergehen, ehe eine endgültige Rechtsgrundlage gefunden worden ist. Außerdem ist erwiesen, dass gerichtliche Klärungen auch auf anderen Ebenen fatale Folgen für ein Unternehmen haben können, wie etwa den Wegfall eines festen Kundenstamms, horrende Geldeinbußen etc.

Die Mediation bietet sich an, hier alle Möglichkeiten zu nutzen, um einvernehmliche Lösungen zu finden. Das Verfahren ist effizienter, kostengünstiger und spart Zeit und Energien.

Entscheidend aber ist, dass auf Grund des Charakters des Mediationsverfahrens mit hoher Wahrscheinlichkeit die unternehmerische Zusammenarbeit weiterhin bestehen bleibt. Einvernehmlich erreichte Lösungen zeigen auf, dass die Achtung und der faire Umgang miteinander wesentlich vorteilhafter für alle Beteiligten sind als ein Rechtsstreit. Das WIN-WIN- Prinzip, also der Gewinn auf beiden Seiten, ist die beste Möglichkeit, allen Beteiligten positive Eindrücke und Erfahrungen zu schenken.

Es gibt Allerdings auch Situationen - gerade in der Geschäftswelt – in denen sich die Einvernehmlichkeit nur in Form eines Kompromisses erreichen lässt. Hierbei handelt es sich um einen Zwischenweg, der weniger die emotionale Ebene anspricht, aber im Firmeninteresse immens wichtig sein kann. Abstriche sind dabei auf beiden Seiten nötig, um die Tragfähigkeit der Lösung zu erlangen.

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